Jardin a la francaise - - - - english
Würde Andre LeNotre, der Architekt von Vaux le Vicomte und Versailles, heute den Entwurf für einen Garten
präsentieren, so würde er mit großer Wahrscheinlichkeit dafür form.Z oder ein anderes 3D Zeichenprogram
verwenden. Detailstudien der verschiedenen Elemente dieses Gartens könnten so wie diese Bilder aussehen. In eine Perspektive gedreht,
die einen Blickwinkel eines ca. 3,50 m großen Betrachters simulieren, isoliert und platziert auf einem beigen, den sandigen Untergrund
suggerierenden Farbfeld. Den Lichteinfall auf omni und diffus gestellt.
Text von Dorothee Schmid zur Ausstellung, Jardin a la francaise and Substitutes
Einst eine Bühne für extravagante Festivitäten, ein Teil des Lebens bei Hof, werden Barockgärten mit
sinnlichem Zeitvertreib assoziiert. Besucht man diese Gärten heute, existiert diese ursprüngliche Bedeutung nicht mehr.
Oft fehlt das dazugehörige Schloss und in vielen Fällen wurden die Gärten nach Jahren der Vernachlässigung und
Zerstörung komplett rekonstruiert. In seiner Serie Jardin a la francaise, spielt der Künstler mit der Idee von Verlust und Widergeburt. Abgetrennt von ihrer ursprünglichen Funktion, bleibt nur ihre Form und mit ihr
ein misenscene für eine Kulturhistorie: die aesthetisch glorifizierte Epoche des Barock.